GEMEINSAM DEN LÄNDLICHEN RAUM GESTALTEN: ILE NETZWERKTREFFEN IN UNTERFRANKEN

Retzstadt Lkr. Main-Spessart/ Margetshöchheim Lkr. Würzburg (13.04.2026):

Miteinander mehr erreichen! Beim Netzwerktreffen der Integrierten ländlichen Entwicklungen (ILEn) Unterfranken tauschten sich am 16. April 2026 die 32 zugehörigen ILEn zu aktuellen Projekten, Ideen und Herausforderungen im ländlichen Raum aus. Das Netzwerktreffen, das zweimal jährlich im Wechsel bei den einzelnen ILEn stattfindet, stand dabei ganz unter dem Motto, Erfahrungen zu teilen, voneinander zu lernen und Lösungen individuell in den eigenen ILEn und Kommunen umzusetzen.

ILE-Netzwerktreffen: Gemeinsam mehr erreichen! (Foto: Steven Gonska)

Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE) bezeichnet den Zusammenschluss mehrerer Kommunen im ländlichen Raum, die gemeinsam Lösungen für aktuelle Herausforderungen entwickeln und umsetzen. Schwerpunkte bilden unteranderem Themenbereiche, wie der demographischen Wandel, die Digitalisierung und auch der Klimawandel sowie die nötigen Klimaanpassungen. Ziel ist es die einer ILE zugehörigen Kommunen gemeinsam zu stärken und nachhaltig lebenswert zu gestalten.

Gastgeber des diesjährigen Netzwerktreffens war die ILE Main-Wein-Garten. Den Auftakt bildete das Pfarrheim in Retzstadt, wo sich neben den Umsetzungsbegleitungen der verschiedenen ILEn in Unterfranken auch die Bürgermeister der ILE Main-Wein-Garten sowie Vertreter des Amts für ländliche Entwicklung einfanden. Zur Einführung stellte Anna Klüpfel, Umsetzungsbegleitung der ILE Main-Wein-Garten, aktuelle Projekte und Themenbereiche in ihrer ILE vor. Auch das Amt für ländliche Entwicklung informierte über aktuelle Entwicklungen und Fördermöglichkeiten.

Im Anschluss führte der erste Bürgermeister von Retzstadt, Karl Gerhard, die Teilnehmenden durch den Ortskern. Vorgestellt wurden unter anderem sanierte Bestandsgebäude, die den historischen Charakter des Ortes widerspiegeln, sowie ein Mehrfamilienhaus, das anstelle einer ehemaligen Scheune entstanden ist und bedarfsgerecht, generationsübergreifendes Wohnen ermöglicht. Auch der Dorfladen „Retschter Lädchen“ ist im Zuge der Dorferneuerung in Retzstadt hervorzuheben, da er neben der Nahversorgung eine wichtige Funktion als sozialen Treffpunkt für die Bürgerinnen und Bürger erfüllt. Viele dieser Maßnahmen konnten mithilfe von Förderprogrammen des Amts für Ländliche Entwicklung sowie des Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus realisiert werden.

Am Nachmittag wurde die Main-Streuobst-Bienen eG in Margetshöchheim besucht. Geschäftsführer Krischan Cords und 1. Bgm. Waldemar Brohm stellten den Teilnehmern die Streuobstwiese und deren Bedeutung für die Gemeinde vor. Deutlich wurde, wie das Regionalbudget der ILEn funktioniert. Mit jährlich insgesamt 75.000 Euro pro ILE, werden kleinere Projekte u.a. von Kommunen, Vereinen, Genossenschaften oder Privatpersonen unterstützt. So konnte beispielsweise die Main-Streuobst-Bienen eG eine Obstauflesemaschine anschaffen oder Materialien für die Öffentlichkeitsarbeit erstellen.

Den Abschluss des Netzwerktreffens bildete eine gemeinsame Verkostung von Säften und Cider, direkt auf den Streuobstwiesen bei Margetshöchheim.

Impressionen des gemeinsamen Netzwerktreffen:

Zusammentreffen Pfarrhaus Retzstadt. (Foto: Amelie Kosan)
Dorfspaziergang in Retzstadt. (Foto: Anna Klüpfel)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dorfladen „Retschter Lädchen“. (Foto: Amelie Kosan)
Dorferneuerung Bürgertreff Retzstadt. (Foto: Amelie Kosan)

 

Main-Streuobst-Bienen eG: Rundgang mit Krischan Cords. (Foto: Amelie Kosan)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Saftverkostung auf den Streuobstwiesen bei Margetshöchheim. (Foto: Anna Klüpfel)
Apfelschorle, Saft und Cider. (Foto: Anna Klüpfel)
Krischan Cords bei der Streuobstverköstigung. (Foto: Anna Klüpfel)